Erziehungsbeistand

Der Erziehungsbeistand soll das Kind / den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen unterstützen und dabei den Lebensbezug zur Familie erhalten. Der familiäre Rahmen, in dem der Erziehungsbeistand stattfindet, sollte ausreichend tragfähig sein.

Der Erziehungsbeistand wird z.B. in CODA-Familien eingesetzt und richtet sich an hörende Kinder und Jugendliche, die in einem Haushalt mit hörgeschädigten Familienmitgliedern (Eltern, Geschwister) leben und in deren Entwicklung Probleme deutlich werden.

Gründe dafür können u.a. sein: 

  • Störungen in der Kommunikation innerhalb der Familie
  • Rollenkonflikte
  • belastete und problematische Beziehungen zwischen Eltern und Kind / Jugendlichen
  • belastete Beziehung der Eltern untereinander (Trennungskonflikte)
  • schulische Probleme des Kindes / Jugendlichen
  • Rückzug / häusliche Isolation
  • Störungen im Sozialverhalten

Die Inhalte der gemeinsamen Arbeit orientieren sich an der individuellen Problemlage. Der Erziehungsbeistand unterstützt und ergänzt die Erziehung in der Familie. Die Eltern werden zu Fragen der Erziehung und Entwicklung ihres Kindes beraten und somit in die Hilfe einbezogen.

Regelmäßige Gespräche mit den Eltern oder anderen Bezugspersonen des Minderjährigen sollen eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. Die Transparenz der Arbeit des Helfers sollte dazu führen, dass Eltern oder andere Bezugspersonen für die Zeit nach der Hilfe Strategien im Umgang mit dem Minderjährigen umsetzen können. Das Selbstwertgefühl des Minderjährigen muss gestärkt und seine neu gewonnene Selbständigkeit auch von den Eltern akzeptiert werden.